Presseinformationen

Sehnde, 30. Juni 2020


Kleine Herzen Hannover e.V. für Deutschen Engagementpreis 2020 nominiert

 

Kleine Herzen Hannover e.V. nominiert für den deutschen Dachpreis für freiwilliges Engagement / Zuvor den Niedersachsenpreis für Bürgerengagement „unbezahlbar und freiwillig“ erhalten / Jetzt Chance auf bis zu 10.000 Euro Preisgeld

Sehnde, 30. Juni 2020. - Kleine Herzen Hannover e.V. ist für den Deutschen Engagementpreis 2020 nominiert. Zuvor ist Kleine Herzen Hannover e.V. bereits mit dem Niedersachsenpreis für Bürgerengagement „unbezahlbar und freiwillig“ ausgezeichnet worden und geht nun ins Rennen um den Preis der Preise für freiwilliges Engagement. Ausgezeichnet wurde Kleine Herzen Hannover e.V. für das herausragende Engagement im Bereich gegen den Pflegenotstand mit dem Projekt "Krisenbegleiter im Krankenhaus". Der besondere Einsatz mit dem Vereinsprojekt „Dolmetscher im Krankenhaus“ erfährt durch die Nominierung eine weitere hochrangige Anerkennung.

 

Chance auf bis zu 10.000 Euro Preisgeld

Kleine Herzen Hannover e.V. hat jetzt die Chance bei der feierlichen Preisverleihung des Deutschen Engagementpreises am 3. Dezember 2020 in Berlin geehrt zu werden. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner der fünf Kategorien Chancen schaffen, Leben bewahren, Generationen verbinden, Grenzen überwinden und Demokratie stärken warten Preisgelder in Höhe von je 5.000 Euro. Eine Experten-Jury bestimmt die Preisträgerinnen und Preisträger dieser Kategorien. Über den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis stimmen die Bürgerinnen und Bürger im Herbst 2020 online unter www.deutscher-engagementpreis.de ab.

 

Kleine Herzen Hannover e.V.

„Kleine Herzen Hannover“ ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 2006 einmalige und bereits mehrfach bundesweit ausgezeichnete Projekte in der Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) anbietet, die alle auch immer „Hilfe zur Selbsthilfe“ bedeuten. „Wir sind ein kleiner Verein, der bewusst auf einen Verwaltungsapparat verzichtet. Darum wird jeder Spendencent in genau definierten Projekten umgesetzt,“ betont Ira Thorsting die Vereinsvorsitzende. „Deshalb freuen wir uns riesig über diese Nominierung und ein mögliches Preisgeld würden wir für unser bundesweit einmaliges Projekt ‚Dolmetscher im Krankenhaus‘ einsetzen, das wir der Kinderherzklinik in über 50 Sprachen anbieten,“ erklärt Ira Thorsting. Und weiter: „Das ist nur möglich, da wir seit 2011 eng mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover kooperieren, die Gesundheits- und Gerichtsdolmetscher ausbilden.“

 

Weitere Informationen unter: https://www.kleineherzen.de/projekte/

 

Der Deutsche Engagementpreis

Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement von Menschen in unserem Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Über 700 Wettbewerbe und Preise gibt es in Deutschland für freiwilliges Engagement. Sie können ihre Preisträgerinnen und Preisträger für den Deutschen Engagementpreis nominieren. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern.

 

Initiator und Träger des seit 2009 vergebenen Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors sowie von Experten und Wissenschaftlern in Deutschland. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Fernsehlotterie und die Deutsche Bahn Stiftung.

 

Weitere Informationen unter: www.deutscher-engagementpreis.de

 

Kontakt

Ira Thorsting

Kleine Herzen Hannover e.V.

Wirringer Str. 21a

31319 Sehnde

Tel.: 0179 5097103

Mail: Ira.Thorsting@t-online.de

www.kleineherzen.de

 

Pressekontakt Deutscher Engagementpreis

Markus Winkler, Pressereferent Deutscher Engagementpreis

Telefon: (030) 897947-64

markus.winkler@stiftungen.org
www.deutscher-engagementpreis.de

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Hannover, 21. März 2020

Aufklärung zum Coronavirus für Geflüchtete und Migrant*innen

„Corona-Initiative“ des Ethno-Medizinischen Zentrum informiert online in 15 Sprachen

 

Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. (EMZ) stellt ab sofort Faltblätter und E-Paper mit Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 online. Aktuell können diese in 15 verschiedenen Sprachen im Internet gelesen werden. Zusätzlich stehen PDF-Dateien zum Download bereit. Das Angebot ist auch auf Mobilgeräte angepasst und kann abgerufen werden unter:

 

http://corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info/

 

Wesentliche Hinweise zu Schutzmöglichkeiten, Regeln zur Quarantäne und Wissenswertes im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind zusammengefasst. Das Angebot richtet sich an Geflüchtete, Migrant*innen und Tourist*innen. Hierzu EMZ-Geschäftsführer Ramazan Salman: „Dies ist dringend notwendig, denn aktuell kursieren zahlreiche irreführende Aussagen und verunsichern nicht zuletzt die Menschen, die gesicherte deutschsprachige Informationsquellen nicht nutzen können. Sie benötigen verständliche, verlässliche und geprüfte Informationen in ihrer Herkunftssprache.“

 

Die zur Verfügung stehenden Informationen des EMZ richten sich konsequent nach den Vorgaben und Mitteilungen des RKI und des BMG, sowie der BZgA. Alle Inhalte werden fortlaufend von Fachleuten aus Gesundheitsämtern und Universitäten geprüft.

 

Um der Flut der Anfragen nach weiteren Sprachversionen entsprechen zu können, benötigt das EMZ weitere Unterstützung. Bitte verbreiten Sie unsere verlässliche Informationsquelle in Ihrem Wirkungsfeld, damit sich möglichst viele Menschen sicher in ihrer Herkunftssprache informieren können. Den angehängten Button können Sie auf Ihrer Website platzieren und mit folgender URL verlinken: http://corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info/

 


Die Coronavirus-Informationen wurden im Rahmen ehrenamtlicher Arbeit und in Zusammenarbeit mit Expert*innen und Fachübersetzer*innen im EMZ erstellt. „Wir danken unseren Unterstützer*innen, Übersetzer*innen und Mitarbeiter*innen für die großartige Arbeit, den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft. Sie sind unsere „Corona-Held*innen“.

 

Herausgeber:

Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. | Königstr. 6 | 30175 Hannover

Pressekontakt und weitere Informationen:

Anette Metzger (Öffentlichkeitsarbeit):

 

Tel.: 0173/ 6174562 | E-Mail: ametzger@ethnomed.com

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Hannover, 16.11.2019

Wettbewerb „Unbezahlbar und freiwillig“

Landesregierung, VGH und Sparkassen zeichnen Preisträger 2019 aus – Dr. Jörg Mielke lobt ehrenamtliches Engagement 

Niedersachsenpreis für Bürgerengagement 2019 an "Kleine Herzen Hannover" für das Projekt gegen den Pflegenotstand "Krisenbegleiter im Krankenhaus"

 

Der Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, Dr. Jörg Mielke, hat gemeinsam mit VGH-Vorstandschef Hermann Kasten und Sparkassenpräsident Thomas Mang am 16. November 2019 bereits zum 16. Mal zehn Vereine, Gruppen und Einzelpersonen mit dem „Niedersachsenpreis für Bürgerengagement“ ausgezeichnet. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Niedersachsen zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern.

 

Dr. Mielke lobte bei der Abschlussveranstaltung das große Engagement von mehr als drei Millionen Menschen, die sich in Niedersachsen ehrenamtlich engagieren. „Ich freue mich, dass wir in Niedersachsen – Dank des großen Engagements – so viele tolle Vereine und Projekte haben. Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Mit dem Niedersachsenpreis für Bürgerengagement wollen wir diejenigen öffentlich würdigen, die sich in unserem Land meist ohne großes Aufsehen für das Wohl anderer einsetzen. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank!“, so der Chef der Staatskanzlei.

Insgesamt wurden Preise im Gesamtwert von 33.000 Euro vergeben.

 

Der gemeinsam von den niedersächsischen Sparkassen, den VGH Versicherungen und der Landesregierung ausgelobte Wettbewerb stieß auch bei seiner 16. Auflage auf große Resonanz. Es beteiligten sich rund 400 Einzelpersonen, Gruppen und Vereine aus dem ganzen Land. Bei der Veranstaltung wurden zehn von ihnen für ihr vorbildliches bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet. Kurze Filmbeiträge stellten die prämierten Projekte den Gästen vor. Über einen Sonderpreis hatten die Hörerinnen und Hörer von NDR 1 Niedersachsen per Abstimmung entschieden. Dieser Preis wurde von der Leiterin des Studios Hannover, Reinhild Buschak, überreicht. Alle elf Preise sind mit je 3.000 Euro dotiert. Den Wettbewerb gibt es bereits seit 2004. Die Abschlussveranstaltung, zu der traditionell alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen waren, fand im Gebäude der VGH Versicherungen in Hannover statt. Rund 200 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.

 

Preisträger/-innen des Wettbewerbs 2019

(eine Rangfolge unter den Preisträgerinnen und Preisträgern gibt es nicht)

 

Kirche/religiöse Gemeinden:

„Kirchliches Jugendzentrum Phoenix e.V.“, Bad Gandersheim:

An sechs Tagen in der Woche hat das Jugendzentrum geöffnet. Das Zentrum wird gemeinsam von jungen Frauen und Männern, die sich im Bundesfreiwilligendienst engagieren, dem Ortspfarrer sowie einer Diakonin geleitet. Ziel ist es, die Jugendarbeit vor Ort zu stärken. Dabei bietet das Jugendzentrum ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen und Workshops aus Theater, Musik, Handwerk und Sport.

 

Kultur:

„Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf e.V.“:

Der Verein setzt sich für die Erhaltung historischer Gebäude ein. Ziel ist es, bäuerliches Kulturerbe zu pflegen, zu vermitteln und zu fördern. Der Verein hat mittlerweile acht Gebäude (unter anderem ein Backhaus, einen Schafstall und eine Scheune) aus verschiedenen Regionen abgebaut und auf dem Vereinsgelände wieder aufgebaut. Das öffentlich zugängliche Museumsdorf hat sich zu einem lebendigen Ort der Begegnung etabliert, an dem zum Beispiel Klassikkonzerte, Jazzfrühshoppen und Weinfeste stattfinden.

 

„Theater AG Hipstedt e.V.“:

Der Verein arbeitet derzeit an einem Film zum Thema „künstliche Intelligenz“. Das selbstverfasste Drehbuch sieht eine Filmlänge von 90 Minuten vor. Die Engagierten haben hierfür zu den Themen Singularität, künstliche Intelligenz und Digitalisierung recherchiert. Es ist bereits das siebte Filmprojekt der jungen Filmemacher.

 

Soziales:

„GenerationenWerkstatt“, Osnabrück:

Die GenerationenWerkstatt ist eine generationenübergreifende Aktion von Unternehmen im Mittelstand speziell für Jungen. Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren engagieren sich in Handwerksunternehmen in ihrer Nähe und schaffen dort gemeinsam etwas Neues (zum Beispiel Fußballtore, Sitzbänke, Laternen etc.). Ein pensionierter Handwerker betreut die Jungen ehrenamtlich und vermittelt praktische und soziale Fähigkeiten. Ziel ist zum einen, den Nachwuchsmangel speziell im Handwerk zu bekämpfen und zum anderen, Jugendliche auf dem Weg der Berufsorientierung zu unterstützen.

 

„Kleine Herzen Hannover e. V.":

Seit 2006 kümmert sich der Verein um die Kinderherz- und Kinderintensivstation in der Medizinischen Hochschule Hannover und entwickelt nachhaltige Projekte mit dem Anspruch der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Engagierten kümmern sich um die psychologische und soziale Betreuung der Patientenfamilien in der MHH und auch um die Teams durch die Finanzierung von Supervisionen. Des Weiteren sorgen sie dafür, dass Eltern von herzkranken Kindern in Kunsttherapien neue Kraft schöpfen können.

 

„Nordhorner Schulfrühstück“:

An drei Tagen in der Woche wird den Schülerinnen und Schülern an vier Nordhorner Grund- schulen ein gesundes Frühstück gereicht. Dabei geht es den Engagierten nicht nur darum, den Hunger der Kinder zu stillen, sondern um das soziale Miteinander während der Frühstückszeit.

 

„ROCK YOUR LIFE!“, Standort Lüneburg:

ROCK YOUR LIFE! Initiiert Eins-zu-eins-Mentoring-Beziehungen zwischen Studierenden und Oberschülerinnen und Oberschülern. Das Konzept unterstützt Schülerinnen und Schüler aus sozial, wirtschaftlich oder familiär benachteiligten Verhältnisse, möchte aktiv gegen mangelnde soziale Mobilität und die immer stärker werdende Bildungsungerechtigkeit vorgehen.

 

„Zeichen gegen Mobbing e.V., Gronau“:

Der Verein schafft bei Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften ein Bewusstsein für das Thema Mobbing. Mit präventiven Workshops soll Mobbingsituationen vorgebeugt werden. In den Workshops ermuntern sie Kinder zur Offenheit und einem respektvollen Verhalten, wollen für Vielfalt begeistern, das freie Denken fördern, das Miteinander stärken und Mobbing vorbeugen.

 

Sport:

„Schwimmen mit Handicap“, DLRG Ortsgruppe Bremervörde e.V.:

Ziel ist es, Jugendlichen mit Handicap das Element Wasser nahe zu bringen, sich sportlich zu betätigen, in Kursen mit anderen Jugendlichen Schwimmabzeichen zu erlangen und das Vereinsleben zu erleben.

Umwelt:

 

„Schulobstwiese für Don-Bosco-Grundschule“, Lutten:

Der Schützenverein Lutten hatte die Idee eines Schulobstgartens und schenkte diesen der Don-Bosco-Grundschule. Ziel des Projektes ist es, Kindern in der Praxis zu zeigen, welche Bedeutung Insekten, Schmetterlinge und Vögel haben. Mitglieder des Schützenvereins pflanzten mit Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern eine Streuobstwiese mit Apfel- und Birnenbäumen. Zudem wurde ein Blumenbeet mit Wildblumen angelegt sowie Insektenhotels und bunte Nistkästen gebaut und aufgestellt. Mittlerweile findet jährlich die Apfel- und Birnenernte statt. Das geerntete Obst wird den Kindern als gesunder Pausen-Snack angeboten.

 

[Quelle: https://www.stk.niedersachsen.de/startseite/presseinformationen/wettbewerb-unbezahlbar-und-freiwillig-182697.html]

"Mit dem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro können wir einen der nächsten Aufbaukurse zum 'Krisenbegleiter im Krankenhaus' zum Thema 'interkulturelle Kompetenz' finanzieren," freut sich Ira Thorsting, Vorsitzende von "Kleine Herzen Hannover" und Ideengeberin in 2014 für die Weiterbildungskurse für Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Betreuer, Psychologen und Seelsorger, die auf Kinderintensivstationen arbeiten. Thorsting weiter: "In der kommenden Woche findet am 19. November der 20. Grundkurs statt, und alle Kurse haben wir in den letzten fünf Jahren wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse sind unglaublich und motivieren uns, denn diese Kurse sind auch ein wichtiges Mittel gegen den Pflegenotstand auf Kinderintensivstationen."

Von li: Schatzmeister Volker Radke, Schatzmeister "Kleine Herzen Hannover", Dr. Michael Sasse, Ltd. Oberarzt der Päd. Kardiologie der Medizinischen Hochschule Hannover, Yan-Frederic Thorsting, Evaluator "Krisenbegleiter im Krankenhaus", Prof. Dr. Hans Carlo Kallfelz, Ehrenmitglied "Kleine Herzen Hannover", Hermann Kasten, Vorsitzender des Vorstands der VGH Versicherungen, Kornelia Winnicka und Ira Thorsting, Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover". Foto: Frank Schinski

Von li.: Volker Radke, Dr. Michael Sasse, Prof. Dr. Hans-Carlo Kallfelz, Thomas Mang, Ira Thorsting, Kornelia Winnicka: Mit einem Scherenschnittlogo-Bild vom Vereinslogo und einer Tasche voller Vereinsinformationen bedankte der Verein "Kleine Herzen Hannover" bei Thomas Mang (Bildmitte), Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen.

Von li.: Kornelia Winnicka, Ira Thorsting, Dr. Jörg Mielke, Dr. Michael Sasse: Mit einem Scherenschnittlogo-Bild vom Vereinslogo und einer Tasche voller Vereinsinformationen bedankte der Verein "Kleine Herzen Hannover" bei Dr. Jörg Mielke. Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei. Foto: Yan-Frederic Thorsting, www.kleineherzen.de



Sehnde, 22.10.2018

Presseinformation

Notfall Kinderintensivpflege

 

Der Verein "Kleine Herzen Hannover" kümmert sich seit 2012 auch um die Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover. Sie ist die größte im deutschsprachigen Raum. Hier werden jährlich mehr als 1.200 Kinder betreut, die eine lebensbedrohliche Krankheit haben. Rund 98 Prozent überleben dank der Ärzte und Pfleger, aber natürlich gibt es auch traurige Fälle: Einem Kind ist nicht mehr zu helfen, oder es wird auf Dauer behindert bleiben. Dann brechen die Eltern zusammen. Sie wissen nicht mehr weiter, und manche werden sogar aggressiv. Mit all dem müssen die Mitarbeiter der Intensivstation fertig werden. Und das, während sie selbst ziemlich fertig sind, denn den Tod eines kleinen Patienten steckt niemand einfach weg.

 

Für dieses enorm engagierte und belastete Team bieten wir seit sechs Jahren regelmäßige Supervisionen mit einer externen Therapeutin an. Zudem können alle an der bisher bundesweit einmaligen Zusatzqualifikation "Kriseninterventionshelfer im Krankenhaus" teilnehmen. Hier werden Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten von Kinderintensivstationen aus 44 Kliniken in Norddeutschland, die dem Pädiatrischen Intensivnetzwerk PIN angehören, psychologisch geschult, um den Patienten und ihren Angehörigen in besonders traumatischen Situationen besser zur Seite stehen zu können. So entsteht Kriseninterventionsnetzwerk, das sich im pädiatrischen Netzwerk PIN als ein überregionales Netzwerk etablieren wird, dessen Basis professionell zum Krisenbegleiter ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte sind.

 

Dieses innovative Vereinsprojekt lassen wir wissenschaftlich begleiten. Kleine Herzen Hannover finanziert bisher sein bundesweit bereits mehrfach ausgezeichnete Projekt "Kriseninterventionshelfer im Krankenhaus" aus Spenden. Um es jedoch bundesweit einzuführen, benötigen wir die finanzielle Unterstützung staatlicher Stellen!

 

Helfen Sie uns - denn jetzt heißt es dringend: Notfall Kinderintensivpflege – jetzt anpacken!

 

Gemeinsam mit unserem Bundesverband Herzkranke Kinder und dem "Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler" haben wir am 5. Juni 2018 einen Appell an die Bundesregierung geschrieben.

 

Auszug von der BVHK-Seite: https://www.bvhk.de/wp-content/uploads/2018/06/Notfall-Kinderintensivpflege-Brandbrief.pdf

 

Der Pflegenotstand betrifft auch Säuglinge und Kinder, nicht nur kranke und ältere Menschen. Betten auf Kinderintensivstationen können nur zum Teil belegt werden, weil Kinder-Intensivfachpflegekräfte fehlen. Beispielsweise mehren sich in der Kinderherzchirurgie dramatische Fälle, bei denen Termine für dringend notwendige Herzoperationen abgesagt bzw. um mehrere Monate verschoben werden. Das ist tagtägliche Praxis. Nicht wenige Familien sind davon sogar mehrfach betroffen.

 

Mit diesem gemeinsamen Appell möchten wir die Bundesregierung auffordern, den Pflegenotstand auf den Kinderintensivstationen ebenfalls endlich anzupacken, um derzeit oft lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden und das Leid der Kinder und deren Familien zu vermindern.

 

Wir halten die folgenden Maßnahmen für zielführend:

  1. Erhalt und Erweiterung von Krankenpflegeschulen sowie besondere Anreize für Schulen, die sich nicht aus Verantwortung ziehen, sondern sogar aufstocken, um dem Mangel zu begegnen.
  2. Wiedergewinnung bereits qualifizierter Kräfte durch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z.B. familienfreundliche Schichtpläne, krankenhauseigene Kitas).
  3. Sicherstellung der Finanzierung von strukturierten Austauschmöglichkeiten (z.B. Fallbesprechungen, Qualitätszirkel, Supervision, Kriseninterventionsprogramme).
  4. Festlegung eines verbindlichen Mindest-Personalschlüssels für die Kinderintensivpflege, bis hin zu einem 1 zu 1-Schlüssel bei besonders pflegeintensiven Konstellationen.

 

Weitere Informationen zum Appell an die Bundesregierung:

 

Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. | Geschäftsführerin: Hermine Nock | Vaalser Straße 108 52074 Aachen | Telefon: 0241-91 23 32 | E-Mail: info@bvhk.de https://www.bvhk.de/ 

https://www.bvhk.de/pflegenotstand-kinderintensivpflege/

 

Den Appell können Sie hier lesen:

 

https://www.bvhk.de/wp-content/uploads/2018/06/Notfall-Kinderintensivpflege-Brandbrief.pdf

 

Informationen über die Vereinsprojekte von "Kleine Herzen Hannover":

 

Ira Thorsting, Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover e.V. - Hilfe für kranke Kinderherzen"

Wirringer Str. 21a | 31319 Sehnde | mobil 0179 5097103 | Ira.Thorsting@t-online.de www.kleineherzen.de

 

Siehe auch MHH-Link zu den nächsten Weiterbildungskursen "Kriseninterventionshelfer im Krankenhaus" - ein Projekt von "Kleine Herzen Hannover":

 

https://www.mh-hannover.de/36969.html


Hannover, 05.02.2018

Unterstützung für Kriseninterventionsprogramm

Die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz spendet 3.000 Euro

 

Moderate Mieten und freundliche Nachbarschaften: Wohnungsgenossenschaften spielen in unseren Städten eine tragende Rolle. Sie stärken den Zusammenhalt ihrer Mitglieder und viele verpflichten sich auch darüber hinaus zu sozialem Engagement – so wie die Kleefeld-Buchholz. Mit einem Spendenscheck über 3.000 Euro unterstützt die Wohnungsgenossenschaft jetzt die Weiterbildung von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten zu Krisenbegleitern.

 

Christian Petersohn ist Vorstandsvorsitzender der Kleefeld-Buchholz: „Zusammenstehen und in schwierigen Situationen füreinander da zu sein – für uns als Genossenschaft hat das besondere Bedeutung. 2014 hatten wir die Kleinen Herzen erstmals mit einer Spende unterstützt. Seither haben wir uns über aktuelle Projekte des Vereins auf dem Laufenden gehalten. Krisenbegleiter helfen Angehörigen schwerkranker Kinder in hochemotionalen Situationen. Sie sind da, geben Orientierung, Halt und Kraft. Wir fühlen uns dieser wichtigen Arbeit sehr verbunden und sagen DANKE auch im Namen unserer rund 7.000 Mitglieder.“

 

Ira Thorsting, Vorsitzende der "Kleinen Herzen Hannover", freut sich über diese enorme Unterstützung: "Für unser bundesweit einzigartiges Weiterbildungsangebot haben wir mittlerweile drei Auszeichnungen erhalten. Das Krisenbegleiter-Projekt startete 2015 im Rahmen des Pädiatrischen Intensivnetzwerk PIN auf der Intensivstation der MHH-Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin. Mittlerweile konnte es auf weitere Kinderintensivstationen anderer Kliniken in Norddeutschland ausgeweitet werden – dank großzügiger Spenden an den Verein Kleine Herzen Hannover."

Christian Petersohn (Mitte), Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz, hat sich in der Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover bei Prof. Philipp Beerbaum, Klinikdirektor der Päd. Kardiologie und Päd.Intensivmedizin, und bei Ira Thorsting, Vorsitzende der "Kleinen Herzen Hannover",genau über das Projekt "Krisenbegleiter im Krankenhaus" erkundigt. Denn für diese bereits bundesweit mehrfach ausgezeichnete Weiterbildung ist die 3.000 Euro-Spende gedacht. Foto: Wilfred Feege

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