Tagebuch

Seit dem Jahr 2006 führen wir ein umfangreiches Tagebuch mit Texten und Fotos über alle Aktionen für 'Kleine Herzen Hannover'

2019


Hannover, 22.6.2019

Schüler sammeln Spenden für "Kleine Herzen Hannover"

Dankeschön mit Klinikbesichtigung und Riesen-Leinwandherz für Heisterbergschule

 

Am 22. Juni 2019 waren 14 HeisterbergschülerInnen mit einigen Lehrern und Eltern auf Einladung von "Kleine Herzen Hannover" zu Gast in der Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover. "Wir wollten uns bei ihnen für eine ganz besondere Spendenaktion bedanken, die sie im letzten Jahr an ihrer Schule zugunsten unseres Vereins umgesetzt haben. Immerhin haben wir 564 Euro erhalten, die wir für die Neugestaltung des Wartebereichs der Kinderherz-Ambulanz einsetzen," freute sich Ira Thorsting, Vorsitzende von "Kleine Herzen Hannover". Gemeinsam hatte sie mit der Kunsttherapeutin Anne Nissen, die seit vielen Jahren im Auftrag des Vereins drei kunsttherapeutische Mal-Projekte für Herzkinder, für Eltern und auch an Wochenenden für die ganze Familie anbietet, einen Dankeschön-Nachmittag vorbereitet: Dr. Anke Zellmer von der MHH-Kinderintensivstation erklärte den Gästen die Funktion des Herzens - und mittels Herzmodell und Medizintechnik den Einsatz von sogenannten "Schirmchen" beim Herzkatheter-Eingriff, um einen Verschluss eines Lochs zwischen den beiden Hauptkammern in der Herzscheidewand zu erzielen. Es gab sehr viele interessierte Nachfragen, die Dr. Zellmer beantwortete, bevor sie anschließend die Gäste zu einem Rundgang durch die Bereiche der Kinderklinik führte, für die der Verein "Kleine Herzen Hannover" seit über 13 Jahren intensiv Spenden sammelt.

 

Es wurde ein ganz bunter Dankeschön-Nachmittag in der MHH-Kinderklinik, denn alle Gäste bemalten nach der theoretischen Einführung und dem Klinikrundgang kleine und auch ein ganz großes Leinwandherz, das ihnen "Kleine Herzen Hannover" als bleibende Erinnerung und als herzliches Dankeschön übergab. "Alle waren mit vollem Eifer und großer Begeisterung dabei," freute sich Ira Thorsting, die den engagierten SchülerInnen auch Urkunden für ihre Bewerbungsmappe überreichte. Und Christiane Hardekopf, Lehrerin der Heisterbergschule, betonte: "Das Team der Heisterbergschule wird diesen Tag in der MHH-Kinderklinik immer in Erinnerung behalten."

 

"Gerne möchten wir gemeinsam mit dem Klinikdirektor der Kinderherzklinik der MHH, Herrn Prof. Philipp Beerbaum, auch einmal direkt in die Schule kommen, um über das Thema 'angeborene Herzfehler' zu informieren und die wichtige Arbeit des Vereins 'Kleine Herzen Hannover' vorzustellen," betonte Ira Thorsting. Denn immerhin kommt jedes 100. Baby mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 7.000 Kinder mit einem Herzfehler geboren. Den meisten kann mit modernsten medizinischen Mitteln geholfen werden, und die Forschung macht ständig Fortschritte. Deutsche Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen gehören zu den besten weltweit. Für die Familien der kleinen Patienten aber bleibt die Belastung, das Monate oder Jahre dauernde Bangen. Es tut weh, ein Kind in der Klinik allein lassen zu müssen, aber nicht alle Familien haben das Glück, dort zu wohnen, wo es ein Herzzentrum gibt. "Wir sind ein kleiner Verein, der bewusst auf einen Verwaltungsapparat verzichtet. Darum wird jeder Cent, der an die 'Kleinen Herzen Hannover' gespendet wird, in genau definierte, bundesweit bereits mehrfach ausgezeichnete und nachhaltige Projekte umgesetzt," betont die Vereinsvorsitzende während der Klinikbesichtigung. Und weiter: "Es ist sehr wichtig für uns, dass unsere Unterstützer wissen, wo wir ihre Spenden einsetzen. Deshalb laden wir unsere Sponsoren immer wieder gerne zu einer Klinikbesichtigung ein."

Ein Nachmittag mit vielen interessanten Höhepunkten: Erst Informationen über 'angeborene Herzfehler' mit Medizinerin Anke Zellmer, dann eine Klinikbesichtigung und zum Abschluss gab es Urkunden, das Vereins-Logo-Herzbild und ein Riesenleinwandherz als Dankeschön für die engagierten HeisterbergschülerInnen, das sie in einer Gemeinschaftsaktion mit Kunsttherapeutin Anne Nissen kreierten. Foto: www.kleineherzen.de 

Medizinische Informationen über 'angeborene Herzfehler' von Dr. Anke Zellmer, Ärztin der MHH-Kinderintensivstation.

Foto: Wilfred Feege - Stadtreporter


Hannover, 18.06.2019

Wiederholungswohltäter

1.500 Euro durch Blutspende-Aktionen in 2018 und 2019 

Event AG der Hannah-Arendt-Schule spendet bereits zum 2. Mal an 'Kleine Herzen Hannover'

 

Damit hatte der Verein "Kleine Herzen Hannover" wirklich nicht gerechnet: 1.500 Euro kamen durch zwei Blutspende-Aktionen für die Vereinsprojekte zusammen, denn mehr als 210 SchülerInnen der Hannah-Arendt-Schule in Hannover haben im letzten und in diesem Jahr ihr Blut gespendet und dafür jeweils 10 Euro erhalten. Davon war ein Teil für einen guten Zweck bestimmt, und die Event AG hatte in der Schule abstimmen lassen, an wen diese große Summe gehen soll. "Die Wahl viel mehrheitlich auf 'Kleine Herzen Hannover'," freuten sich Beatrice Meyer-Estner und Justin Maul von der Event-AG am letzten Dienstag in der Medizinischen Hochschule Hannover bei der Spendenscheck an die Vereinsvorsitzende Ira Thorsting. "Was für eine tolle Spendenaktion! Diese stolze Summe können wir für die weitere Ausgestaltung der Kinderherz-Ambulanz sehr gut gebrauchen. Und einen großen Teil der Summe werden wir für unser Kunsttherapie-Projekt einsetzen," bedankte sich Ira Thorsting bei den beiden Gäste von der Hannah-Arendt-Schule. 

 

Auch Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der Klinik für Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin, freute sich über dieses große Engagement der SchülerInnen. Gerne würden er und Ira Thorsting vom Verein "Kleine Herzen Hannover" auch einmal in die Hannah-Arendt-Schule kommen, um einem großen Publikum viele interessante Informationen zum Thema "angeborene Herzfehler" nahezubringen und die wichtige Arbeit des Vereins "Kleine Herzen Hannover" vorzustellen. Immerhin kommt jedes 100. Baby mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 7.000 Kinder mit einem Herzfehler geboren. Den meisten kann mit modernsten medizinischen Mitteln geholfen werden, und die Forschung macht ständig Fortschritte. Deutsche Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen gehören zu den besten weltweit. Für die Familien der kleinen Patienten aber bleibt die Belastung, das Monate oder Jahre dauernde Bangen. Es tut weh, ein Kind in der Klinik allein lassen zu müssen, aber nicht alle Familien haben das Glück, dort zu wohnen, wo es ein Herzzentrum gibt. "Wir sind ein kleiner Verein, der bewusst auf einen Verwaltungsapparat verzichtet. Darum wird jeder Cent, der an die 'Kleinen Herzen Hannover' gespendet wird, in genau definierte, bundesweit bereits mehrfach ausgezeichnete und nachhaltige Projekte umgesetzt," betont die Vereinsvorsitzende während der Klinikbesichtigung.

 

Auch Hennig Hofmann, Bezirksbürgermeister Buchholz-Kleefeld, der bei der Spendenscheckübergabe in der Medizinischen Hochschule Hannover dabei war, freute sich über diese besondere Spendenidee und lobte die jungen Gäste aus der Event AG und ihre Schulkameraden von der Hannah-Arendt-Schule. 

Spendenübergabe der Event AG in der MHH-Kinderklinik; v. links: Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der Klinik für Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin, Henning Hofmann, Bezirksbürgermeister, Beatrice Meyer-Estner und Justin Mail, Event AG der Hannah-Arendt-Schule, und Ira Thorsting, Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover".

Foto: Wilfred Feege - Stadtreporter


Hannover, 22.5.2019

"Unentdecktes" - eine Herzens-Aktion!

Design-Studenten unterstützen bereits zum vierten Mal herzkranke Kinder in der MHH

 

Für junge Künstler am Beginn ihrer Karriere sind 1.740 Euro eine Menge Geld. Umso beachtlicher, dass diese Summe jetzt als Spende an den Verein "Kleine Herzen Hannover - Hilfe für herzkranke Kinder" geht, der sich um die Patienten der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover kümmert.

 

Eine besondere Summe als Ergebnis einer besonderen Aktion. Die Design-Studenten der Hochschule Hannover (HsH) üben jedes Jahr, eine Ausstellung zu organisieren, für sich zu werben und  Käufer zu finden. Mit anderen Worten: Vermarktung. Dieses Mal fand die Benefizkunstauktion "Unentdecktes" in den Hannover Docks, Eichenbrink 5, in Hannover-Limmer. "Die Location Hannover Docks ist momentan ein interessanter Spot für Kreativköpfe aus den verschiedensten Branchen und Szenen. Das alte Lagergebäude ist für uns zum einen die Möglichkeit auf die Talente unserer Studierenden, als auch auf einen für Hannover so wertvollen Spot aufmerksam zu machen. Wir wollen uns als Design- und Kunststudierende vor die Herausforderung stellen, uns mit einem neu zu gestaltenden Raum auseinander zu setzen und kreative Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln. Wir sehen es auch als eine lehrreiche Möglichkeit, mit den Studierenden eine Großveranstaltung eigenständig auf die Beine zu stellen", betont Student Ugur Cicek während der Spendenübergabe in der MHH-Kinderklinik. Im Vorfeld der Vernissage, die am 8.12.2018 stattfand, wurden fleißig Plakate entworfen. Ein soziales Projekt sollte zusätzliches Interesse wecken, und auch bei dieser vierten "Unentdecktes-Benefizauktion" arbeiteten die Studenten mit den "Kleinen Herzen Hannover" zusammen.

 

"Das Feedback aller Beteiligten war unglaublich toll. Alle Künstlerinnen und Künstler, ganz egal, ob sie etwas verkauft haben oder nicht, haben direkt nach einem weiteren 'Unentdecktes' gefragt. Und genau so ging es den Bieterinnen und Bietern bei der Abholung der Kunstwerke. Auch Hannover Docks war begeistert vom ganzen Event," berichtet stolz Ugur Cicek. Darüber freuen sich die Vereinsmitglieder der "Kleinen Herzen Hannover", und deshalb haben die Vorsitzende der "Kleinen Herzen Hannover", Ira Thorsting (re.), und Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der Klinik für Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der MHH, die Studenten zur Spendenübergabe in die Kinderherzklinik eingeladen. "Wir möchten den jungen Menschen direkt vor Ort unsere bundesweit beachteten Vereinsprojekte zeigen. Diese großartige Spende aus der 4. Kunstbenefizauktion 'Unentdecktes' werden wir auch dieses Mal ganz passend verwenden. Unsere Kunsttherapeutin Anne Nissen kümmert sich nicht nur um die Kinder und Jugendlichen, die es Wochen lang in der Klinik aushalten müssen. Sie bringt - im wahrsten Sinne - auch Farbe ins Leben der Patienteneltern, das oft so grau und düster erscheint. Am Wochenende, wenn in der Klinik die große Langeweile herrscht, versammelt sie sogar die ganzen Familien zu fröhlichen Malstunden," betont die Vereinsvorsitzende.

 

Und die Reaktion der engagierten Design-Studenten Mehdi AL-Hasani, Nikita Pohlan und Ugur Cicek nach der Besichtigung: "Wir sind beeindruckt von den vielen Veränderungen, die das Team von Kleine Herzen Hannover in den letzten Jahren bereits vorgenommen hat. Die Kinderherzklinik sticht heute durch eine sehr offene und helle Atmosphäre aus dem Rest des Gebäudes heraus. Es wird versucht, den Kindern und auch den Eltern der leidige Krankenhausaufenthalt durch viele Dinge angenehmer zu gestalten. Wir sind deswegen unfassbar stolz, dass wir Kleine Herzen Hannover mit einer Geldspende in Höhe von 1.740 Euro unterstützen können und hoffen dies auch mit den weiteren Ausstellungen zu tun."

Spendenübergabe und Klinikbesichtigung: Ira Thorsting (re.), Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover", bedankt sich bei Ugur Cicek (2. v. re.), Mehdi Al-Hasani (2. v. li.) und Nikita Pohlan (3. v. re.) mit einem Scherenschnitt vom Vereinslogo, und über eine weitere Benefizkunstauktion "Unentdecktes" im kommenden Herbst freuen sich ebenso Prof. Philipp Beerbaum (3. v. li.), Direktor der Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin, und Kunsttherapeutin Anne Nissen (li.). 

Foto: Wilfred Feege - Stadtreporter

 Video über die 2. Benefizkunstauktion "Unentdecktes" im SofaLoft



Hannover, 21.5.2019

Über die Sprach-Barriere

Gesundheit für alle - Ein Wegweiser durch das deutsche Gesundheitssystem

 

Das deutsche Gesundheitssystem zählt zu den besten auf der Welt – nicht aber zu den am einfachsten verständlichen. Nicht nur für Menschen mit Migrationsgeschichte ist es schwierig zu überblicken, wie es funktioniert. Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V., unser Kooperationspartner in unserem Dolmetscher-Projekt in der MHH-Kinderherzklinik, hat diesen Wegweiser gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit entwickelt, um Fragen zur Gesundheit in Deutschland zu beantworten: Wie kann man sich krankenversichern? An wen kann man sich wenden, wenn man selbst oder ein Familienmitglied krank ist? Geht man zuerst zu einem Arzt oder lieber direkt ins Krankenhaus? Welche Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen sind sinnvoll und sollten wahrgenommen werden? Auf welche Unterstützungsleistungen der Pflegeversicherung besteht ein Anspruch? 

 

Die MHH besitzt weltweites Renommee. Das bedeutet aber auch, dass Kranke aus vielen Ländern kommen, um in Hannover behandelt zu werden. Beispiel Kinder-Herzchirurgie: Junge Patienten aus der Türkei und aus arabischen Staaten werden hier ebenso operiert wie Kinder aus Russland oder Albanien. Oft werden sie von ihren Eltern begleitet, und die wollen natürlich wissen, wie es um ihre Kleinen steht. Patientengespräche sind nötig, Formulare müssen ausgefüllt werden. Vor allem aber: Fragen, viele Fragen. Ängste, auf die angemessen reagiert muss! Nicht immer steht ein Arzt oder eine Pflegekraft bereit, die Arabisch, Türkisch, Russisch oder eine andere Sprache beherrschen.

 

Hier hilft seit 2011 das Ethno-Medizinische Zentrum: Auf Initiative des Vereins „Kleine Herzen Hannover“ bieten der bekannte Medizin-Soziologe Ramazan Salman und seine Mitstreiter einen Dolmetscher-Dienst in über 50 Sprachen an. „Verstehen bedeutet Sicherheit. Mit den Problemen und Fragen allein gelassen werden, bedeutet neue Sorgen, und die sind das Letzte, was die Eltern eines schwer kranken Kindes brauchen“, betont Salman. Als Geschäftsführer des EMZ gründete er 1989 den ersten medizinischen Dolmetscherdienst in Deutschland und bildet bundesweit Migranten zu medizinisch versierten Dolmetschern für das Gesundheitswesen aus.

 

"Für dieses wichtige und nachhaltige Projekt erhielt unser Verein 2011 bereits einen Integrations-Preis," betont Ira Thorsting, Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover". "Wir finanzieren unser Dolmetscher-Projekt in der MHH-Kinderherz-Klinik seit vielen Jahren und setzen uns dafür ein, dass in Zukunft diese Kosten auch von den Krankenkassen übernommen werden," so Thorsting.

 

Die Broschüre "Gesundheit für alle - Ein Wegweiser durch das deutsche Gesundheitssystem" kann hier kostenlos bestellt werden: www.wegweiser-gesundheitswesen-deutschland.de

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Hannover, 4.3.2019

Heißer Sommer und coole Idee

Großes Herz gezeigt durch Eisverkauf zugunsten kleine Herzen | Auszubildende der HDI Service AGübergeben 700 Euro an "Kleine Herzen Hannover"

 

Ein Azubi-Team der HDI Service AG sammelte im letzten Jahr durch den Verkauf von Eis an die Mitarbeiter des Unternehmens Spenden für den Verein "Kleine Herzen Hannover". "Wir sind den Auszubildenden unendlich dankbar und freuen uns über die enorme Summe. Die Gelder verwenden wir für unser bundesweit bereits mehrfach ausgezeichnetes Projekt 'Kriseninterventionshelfer im Krankenhaus', das wir in 2014 gegründet haben", bedankt sich Ira Thorsting, Vorsitzende der Kleinen Herzen Hannover. 

 

Zur Spendenübergabe hatte die Vereinsvorsitzende das Talanx-Team in die Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover eingeladen, um gemeinsam mit Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Klinikdirektor der Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der MHH, und dem Vereinsschatzmeister Volker Radke in einem 1-stündigen Rundgang die vielen unterschiedlichen Vereinsprojekte vorzustellen. Wie wichtig die Arbeit des Verein ist, erläuterte Prof. Beerbaum: "Ohne die enorme Unterstützung seit vielen Jahren durch die Kleinen Herzen mit den innovativen Projekten hätten wir unter anderem viele wichtige Umbau-Maßnahmen nicht umsetzen können. Für die Familien herzkranker Kinder ist die Herz-OP mit dem anschließenden Aufenthalt auf der Kinderherzstation immer eine große Herausforderung. Doch diese besondere Situation soll für alle kein Trauma werden. Und deshalb sind die Kleinen Herzen mit ihrem Engagement, mit ihren Projekten so wichtig für uns." 

 

Kleine Herzen Hannover e.V. kümmert sich seit 2006 ehrenamtlich um die Kinderherz- und Kinderintensivstation in der Medizinischen Hochschule Hannover und entwickelt nachhaltige Projekte mit dem Anspruch der "Hilfe zur Selbsthilfe". Die Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover hat Weltgeltung: Spitzenmediziner, hoch motivierte Mitarbeiter und modernste Diagnose- und Behandlungsverfahren stehen hier bereit. Aber für die bessere Betreuung der Patienten und ihren Angehörigen fehlt oft das Geld. "Wir kümmern uns um die psychologische und soziale Betreuung der Patientenfamilien in der MHH. Zudem sorgen wir dafür, dass Eltern der herzkranken Kinder in Kunsttherapie neue Kraft schöpfen können - denn: Wer herzkranken Kindern helfen möchte, der muss sich auch um ihre Familien kümmern! Und dazu gehört auch unsere Idee: Ärzte und Pflegekräfte, aber auch Betreuer und Therapeuten erhalten seit 2014 eine Weiterbildung als psychologisch geschulte Krisenbegleiter. Und für unser bundesweit einmaliges Projekt 'Dolmetscher im Krankenhaus' haben wir in 2011 einen Integrationspreis erhalten: In über 50 Sprachen können wir mit Hilfe des Ethno-Medizinischen Zentrums Hannover Gesundheits-Dolmetscher anbieten," betont Ira Thorsting. Und weiter:"Besonders stolz ist der Verein derzeit auf sein in 2011 gegründete Projekt "Sozialbetreuung mit Herz", das die "Kleinen Herzen Hannover" bisher finanziert haben und nun von der MHH übernommen wurde, denn bei den bundesweit bereits mehrfach ausgezeichneten Projekten, die wir entwickeln, denken wir immer auch an die Nachhaltigkeit."

Bild von links:

Herzens-Azubi-Team der Talanx Service AG überbringt Spendenscheck an Kleine Herzen Hannover: Ira Thorsting, Vereinsvorsitzende "Kleine Herzen Hannover", Lena Warnecke, Shakya Udugama, Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Klinikdirektor der Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der MHH, Shirin Karassek, Lisa Stemme und Karen Witolla.


Hannover, 25.2.2019

Ingrid Ulrich zeigt wieder einmal großes Herz für kleine Herzen

Spende für den Verein "Kleine Herzen Hannover"

 

Ingrid Ulrich, Inhaberin der Praxis für Physiotherapie in Pattensen, unterstützt seit vielen Jahren den Verein "Kleine Herzen Hannover". "Wir verzichten immer auf Weihnachts- sowie Ostergeschenke für unsere Patienten und sammeln dafür das eingesparte Geld für den Verein, der es sinnvoll anlegt", sagte Ingrid Ulrich bei der Spendenübergabe in der MHH-Kinderherzklinik. 

 

Der Verein "Kleine Herzen Hannover" leistet mit seinen Projekten "Hilfe zur Selbsthilfe". "Die Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover hat Weltgeltung", betont Ira Thorsting, Vorsitzende der "Kleinen Herzen Hannover". Spitzenmediziner, hoch motivierte Mitarbeiter und modernste Diagnose- und Behandlungsverfahren stehen hier bereit. Aber für die bessere Betreuung der Patienten und ihren Angehörigen fehlt oft das Geld. "Wir kümmern uns auch um die psychologische und soziale Betreuung der Patientenfamilien in der MHH", sagt Ira Thorsting. 

 

Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Klinikdirektor der Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der MHH, freut sich über das Engagement der Spenderin und über den großen Einsatz des Vereins, der mit seinen bundesweit bereits mehrfach ausgezeichneten Projekten seine Kinderherzklinik seit 2006 unterstützt. Es wird die Supervision für Ärzte und Pfleger finanziert. Zudem wird dafür gesorgt, dass Eltern der herzkranken Kinder in Kunsttherapie neue Kraft schöpfen können. "Wer herzkranken Kindern helfen möchte, der muss sich auch um ihre Familien kümmern," betont Ira Thorsting. "Und dazu gehört auch unsere Idee: Ärzte und Pflegekräfte, aber auch Betreuer und Therapeuten erhalten seit 2014 eine Weiterbildung als psychologisch geschulte Krisenbegleiter. Und für unser bundesweit einmaliges Projekt 'Dolmetscher im Krankenhaus' haben wir in 2011 einen Integrationspreis erhalten", freut sich die Vereinsvorsitzende. In über 50 Sprachen können sie mit Hilfe des Ethno-Medizinischen Zentrums Hannover Gesundheits-Dolmetscher anbieten. Besonders stolz ist der Verein derzeit auf sein in 2011 gegründete Projekt "Sozialbetreuung mit Herz", das die "Kleinen Herzen Hannover" bisher finanziert haben und nun von der MHH übernommen wurde. "Bei den Projekten, die wir entwickeln, denken wir immer auch an die Nachhaltigkeit," freut sich Ira Thorsting.

 Von links nach rechts:  Spendenübergabe in der MHH-Kinderherzklinik mit Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Klinikdirektor der Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der MHH, Ingrid und Alina Ulrich und Ira Thorsting, Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover".
Von links nach rechts: Spendenübergabe in der MHH-Kinderherzklinik mit Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Klinikdirektor der Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der MHH, Ingrid und Alina Ulrich und Ira Thorsting, Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover".
Spende in Höhe von 290 Euro für den Verein "Kleine Herzen Hannover". Foto: Stadtreporter, Wilfred Feege
Spende in Höhe von 290 Euro für den Verein "Kleine Herzen Hannover". Foto: Stadtreporter, Wilfred Feege

Hannover, 13.2.2019

Bundeswehr-Schule unterstützt erneut Kinderherzklinik der MHH

 

Wieder einmal sammelten die Kompanie- und Inspektionsfeldwebel der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr auf ihrem jährlichen Weihnachtshüttendorf Spenden zugunsten "Kleine Herzen Hannover". 800 Euro für den Verein „Kleine Herzen Hannover" kamen zusammen. Die Spende wurde durch den Kommandeur der Schule, Herrn Oberst Dirk Waldau (li. i. Bild), in Anwesenheit einiger „Spieße" der Schule an die Vorsitzende von Kleine Herzen Hannover Ira Thorsting feierlich übergeben. "Diese Spende werden wir auch für den Ausbau der Kinderherzambulanz in der Medizinischen Hochschule Hannover einsetzen," freut sich die Vereinsvorsitzende. "Endlich könnten wir in ein paar Wochen gemeinsam mit vielen Sponsoren und Gästen die Eröffnung der neu umgebauten Kinderherz-Ambulanz feiern. Auch Antenne Niedersachsen wird dabei sein, denn der Radiosender hatte während der Weihnachtsspendenaktion 2016 für dieses Projekt immerhin 100.000 Euro bei seinen Hörern gesammelt," betont Ira Thorsting.

 

Foto: Kai-Axel Döpke, Fotograf von der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr, Informationsbereitstellung.
Foto: Kai-Axel Döpke, Fotograf von der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr, Informationsbereitstellung.

Sehnde, 28.1.2019

Keine Zeit zum Feiern?

 

„Kleine Herzen Hannover“ gibt es seit 13 Jahren

Eigentlich müsste der 28. Januar ganz dick im Veranstaltungskalender angestrichen sein. Denn dann feiert die Initiative „Kleine Herzen“ ihr 13-jähriges Bestehen. Längst hätte für diesen Tag ein Veranstaltungsort gefunden sein müssen, das Festtagsmenü müsste schon in Vorbereitung sein, die Eintrittskarten im Druck. Oberbürgermeister Stefan Schostock und sein Vor-Vorgänger Herbert Schmalstieg – beide Schirmherren des Vereins – würden an ihren Reden schreiben, ebenso wie das Ehrenmitglied, Prof. Dr. Hans-Carlo Kallfelz. Liedermacher Ralf Grabowski und Piano-Rocker Andy Lee – den „Kleinen Herzen Hannover“ ebenfalls eng verbunden - hätten nichts anderes im Kopf als ihr Bühnenprogramm. Und die vielen Spender und Sponsoren aus Nah und Fern wären bestimmt schon ganz aufgeregt.

 

Und natürlich wären auch die Ärzte und Pflegekräfte, die Therapeuten und Betreuer der MHH-Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin zusammen mit ihrem Direktor, Prof. Dr. Philipp Beerbaum und dem begnadeten Chef der Kinderherz-Chirurgie, Dr. Alexander Horke, eingeladen, dazu der gesamte Vorstand der Medizinischen Hochschule, die Pressestelle, die Bauverwaltung. Nicht zuletzt der Bundesverband Herzkranke Kinder und die Mitglieder des Vereins, die sich rein ehrenamtlich für die Betreuung der herzkranken jungen Menschen in der MHH einsetzen.

 

Es würden viele Menschen zu einem bestimmt fröhlichen Abend zusammenkommen. Und wie es bei solchen Festakten üblich ist: Was nach Abzug der bestimmt nicht unerheblichen Kosten übrig bliebe, würde den Projekten des Vereins zu Gute kommen. Die Teilnehmer würden auch aufgefordert, noch kräftig drauf zu legen. Es geht ja um eine gute Sache.

 

 Ira Thorsting, die Vorsitzende der „Kleinen Herzen Hannover“ schüttelt energisch den Kopf: „Nein, so wollen wir das nicht! Wenn jemand Ideen für ein Fest hat, das nichts kostet, dann her damit! Aber vor allem wird es darum gehen, all den Genannten Dankeschön zu sagen und nicht, ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen. Auch die Patienten und ihre Eltern sollen mit feiern können, denn ihnen gilt ja unser ganzes Engagement!“

 

Die "Kleinen Herzen" denken anders: Das ganze Jahr 2019 soll Geburts"tag" sein! Viele Spendenaktionen sollen dafür genutzt werden. Besonders die Einweihung der neu umgebauten Kinderherz-Ambulanz mit dem neuen Wartebereich soll dann mit vielen Sponsoren, Herzkindern und ihren Familien mit einem begleitenden Symposium gefeiert werden.

 

Am 28. Januar wird trotzdem gefeiert! Genau an diesem Tag, im Fußball-WM-Jahr 2006, waren Ira und Jörns Thorsting Gäste auf dem Niedersächsischen Landespresseball. Die Tombola-Gewinne wurden gezogen. Sonderpreis: zwei VIP-Tickets für das Endspiel der Weltmeisterschaft. "And the winner is..." - Für Ira Thorsting stand sofort fest: Das sollten die Eintrittskarten für ein ganz anderes großes Projekt sein - Familien-Zimmer für die Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover! Damit Mama oder Papa bei den kleinen Patienten bleiben können. Die Familie Thorsting weiß genau, wie es Familien nach der Diagnose "angeborener Herzfehler" geht. Sie war einst selbst betroffen, und die MHH wurde zum Ort der Rettung. Es war also ein Akt der Dankbarkeit, dass Ira Thorsting die kostbaren Karten kurz entschlossen unter den übrigen Ballgästen versteigern ließ. 40.000 Euro kamen dank Reinhold Beckmann, der den Abend moderierte und begeistert von der Idee spontan eine Versteigerung ins Leben rief, zusammen. Das war also die Geburtsstunde der "Kleinen Herzen".

 

Und 13 Jahre später? Es wurde weit mehr erreicht, als die Initiatorin erträumt hatte. Die "Kleinen Herzen Hannover" - eine ganz große Erfolgsgeschichte! Zwei MHH-Stationen sind komplett umgebaut – mit Eltern-Ruheraum, neuem Spielzimmer, Patientenküche und Untersuchungsräumen. Auch wurden einige Projekte der "Kleinen Herzen" ausgezeichnet: 2011 mit einem Integrationspreis für das bundesweit einmalige Dolmetscher-Projekt. In über 50 Sprachen werden in der MHH-Kinderherzklinik Gesundheitsdolmetscher angeboten. Dr. Michael Sasse, Leitender Oberarzt der Päd. Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover: "Die Kindermedizin in Deutschland hat sich gerade in den letzten Jahren zu einem Spiegel der Gesellschaft entwickelt. Sie zeigt sich in besonderem Maße multikulturell und steht durch die hohe Emotionalität der betroffenen Familien bei kindlichen Erkrankungen in einem stetigen Brennpunkt. Durchschnittlich haben heute bis zu 50 Prozent der Familien die in Kinderkliniken behandelt werden einen Migrationshintergrund. Durch die Flüchtlingswelle der letzten Jahren sind bei vielen Familien und Kindern noch keine ausreichenden deutschen Sprachkenntnisse vorhanden. Dies, die starke Verunsicherung durch die neuen und fremden Lebensumstände und die starke Angst um das Leben ihrer kleinen Kindern führt zu erheblicher Verunsicherung der Familien. Der wichtigste Faktor um diesem Dilemma entgegen zu wirken ist und bleibt die muttersprachliche Kommunikation mit den Familien. Sie ist die einzige Möglichkeit auf die Familien einzugehen, ihnen den kommenden gemeinsamen Weg aufzuzeigen und damit Ängste zu nehmen. Dies gelingt in herausragender Art und Weise in der durch die "Kleinen Herzen Hannover" initiierten und finanzierten Kooperation mit dem ethnomedizinischen Zentrum Hannover. Hier kann ein Dolmetscherservice genutzt werden, der unabhängig, kompetent und ausgesprochen empathisch übersetzen kann und sich auch über das reine Übersetzen hinaus häufig durch Hilfe bei sozialen und kulturellen Problemen engagiert. Das große Übersetzerangebot macht auch das Dolmetschen seltener Dialekte fast immer möglich. Die Arbeit der Stationsteams wird damit erheblich entlastet und die Zusammenarbeit zwischen Medizinern, Kinder und deren Familien vertrauenswürdiger. Der Dolmetscherservice hat sich als unverzichtbares System in der Kinderklinik der MHH etabliert."

 

In 2016 und 2017 erhielten die "Kleinen Herzen Hannover" drei bundesweit beachtete Preise für ihre einmalige Idee "Kriseninterventionshelfer im Krankenhaus": Ärzte, Pflegekräfte, Betreuer und Therapeuten im Krankenhaus werden immer wieder mit äußerst belastenden Situationen konfrontiert. Patienten werden auf Dauer behindert bleiben oder sterben, und die Angehörigen müssen so einfühlsam wie möglich darüber informiert werden. Idee der „Kleinen Herzen Hannover“: Ärzte und Pflegekräfte, Betreuer und Therapeuten sollen eine Weiterbildung als psychologisch geschulte Krisenbegleiter bekommen! Ziel: Die Patienten, ihre Eltern und Geschwister sollen sich immer gut und armherzig betreut fühlen - auch, wenn es einmal ganz schlimm kommt! Dr. Michael Sasse, Leitender Oberarzt der Päd. Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover: "Das Kriseninterventionshelferprojekt von "Kleine Herzen Hannover" stellt das Vorzeigeprojekt des Vereins dar. Die Idee zu jeder Zeit und an jedem Ort Unterstützung in schweren akuten Krisen anbieten zu können, ist in dieser Form weltweit einmalig. Nach einer intensiven und arbeitsreichen Phase der Analyse des Status Quo und der Bewusstmachung von notwendiger Krisenintervention im pädiatrischen Intensivnetzwerk PIN steht das Projekt nun auf einer sicheren Basis. Die Grundkurse sind Monate im voraus ausgebucht und das Gesamtsystem der Krisenbegleitung hat sich in den 50 Kliniken des PIN als Selbstverständlichkeit etabliert. Die wissenschaftliche Begleitung zeigt den überaus positiven Effekt auf die psychische Stabilität der Teilnehmer und die Kurse werden euphorisch gut bewertet. Da nicht nur Krisen von Patienten oder deren Familien sondern auch kritische Situationen im Team bearbeitet werden, haben sich auch die Stationsteams wesentlich stabilisieren können. Das Projekt wirkt damit in diesem Sinne auch wesentlich im Bereich des übergeordneten Anti Burn Out Programmes und macht durch die Stärkung der Behandler dauerhaft hochqualitative Arbeit auf den Intensivstationen überhaupt erst möglich. Das mehrfach ausgezeichnete Programm soll nun auch auf alle anderen Kinderkardiologischen Kliniken in Deutschland ausgeweitet werden und dient als Blaupause für ein MHH weites Projekt, das vermutlich im kommenden Jahr unter großem Aufwand in der Hochschulklinik umgesetzt werden soll. Das Projekt erfüllt mittlerweile die Mitglieder des PIN aufgrund seiner Einzigartigkeit und Effizienz mit Stolz und ist ein wesentlicher Stabilisator des Netzwerkes."

 

Dr. Michael Sasse, Leitender Oberarzt der Päd. Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover:"Durch die Erhöhung der Patientenanzahl und die immer komplexeren Operationen und Grunderkrankungen der Kinder in der MHH ist die Notwendigkeit der Sozialbetreuung in den letzten Jahren ständig gestiegen. Die Situation wurde durch die Flüchtlingswelle noch deutlich verstärkt. Für die betroffenen Familien sind die Sozialgesetzgebung und die daraus entstehenden Regularien zunehmend undurchsichtig und kompliziert geworden. Durch das von den "Kleinen Herzen Hannover" initiierte und finanzierte Projekt konnte hier entscheidend über die letzten Jahre Licht in das Dunkel gebracht werden. Endlich war es möglich, den Familien Hilfe auch im sozialen Umfeld anzubieten und ihnen eine wichtige Stütze für die Zeit nach der schweren Erkrankung des Kindes mit eventuell bestehender und dauerhafter körperlicher Behinderung zu geben. Den Familien wird durch das Projekt eine erhebliche Last von den Schulter genommen und die Kommunikation mit den Behörden wesentlich erleichtert. Die Eltern können sich nun mehr und entspannter der Betreuung ihrer schwerkranken Kinder widmen. Der Gesetzgeber hat die Wichtigkeit solcher Projekte erkannt und schreibt nun durch einen bundesweiten Beschluss vor, dass ab 2019 derartige Sozialdienste in kinderkardiologischen Kliniken angeboten werden müssen. Die Kleinen Herzen Hannover haben auch hier dazu beigetragen, dass solche Projekte sich im gesamtem Land etabliert haben und sich nun auch in der Vergütung durch die medizinischen Kostenträger abbilden. Die Übernahme des Projektes durch die MHH ist somit eine logische Folge der Initiative des Vereins und zeigt in besonderem Maße die Effektivität des Konzept der Kleinen Herzen Hannover, mit überaus innovativen Ideen letztlich Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und durch karitative Unterstützung die Etablierung von Projekten in medizinischen Brennpunkten in das Bewusstsein der medizinischen Gesellschaften zu gewährleisten."

 

Prof. Philipp Beerbaum, Direktor der Klinik für Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover: "Das Kinderherzzentrum Hannover ist gesegnet mit einer großartigen Begleitung durch Elternvereine. Insbesondere der Projektverein "Kleine Herzen Hannover e.V." mit dem exzeptionellen Engagement der Familie Thorsting hat unsere Arbeit seit mehr als 13 Jahren mit zahllosen guten Ideen und vielen Hunderttausend Euro unterstützt. Besonderer Fokus der "Kleinen Herzen Hannover" ist dabei, die Situation betroffener Familien herzkranker Kinder in allen Aspekten zu verbessern. So war es nur stimmig, dass die Sozialbetreuung unserer "Herzfamilien" ein zentrales Vereinsprojekt wurde. Seit vielen Jahren wurden mehr als 170.000 Euro investiert, so dass eine dauerhafte Teilzeitstelle eingerichtet werden konnte. Und das war visionär, da mittlerweile die psychosoziale Betreuung vom 'Gemeinsamen Bundesausschuss' (G-BA) per Richtlinie von allen Kinderherzzentrum eingefordert wird. Und so hat die Medizinische Hochschule diese Stelle inzwischen ins Budget übernommen! Typisch: Kleine Herzen Hannover: ganz große Klasse!"

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